Gold / USD 1.337,1445Silber / USD 19,645Platin / USD 1.057,6Palladium / USD 605,4EUR / USD 1,1125

Börse-MATIF, Weizen Kontrakt Nr. 2 in € / t

Monat Jahrletzter HandelGeldBriefKurszeitSchluß Vortag
Sep 2016152,25152,25152,7518:29:58155,75
Dez 2016157,75157,75158,0018:29:59161,00
Mär 2017162,25162,50162,7518:29:59166,25
Mai 2017166,75166,50166,7518:29:59170,00
Sep 2017172,00171,75172,5017:38:45174,75
Dez 2017175,00174,75175,0018:29:42177,00
Mär 2018178,75178,00179,5017:05:20179,75
Mai 2018178,50174,75182,0016:53:34183,75
Sep 2018183,50 188,0000:00:00183,50
Dez 2018183,50170,00189,0000:00:00183,50
Mär 2019183,50  00:00:00183,50
Mai 2019183,50  00:00:00183,50

Börse-MATIF, Raps in € / t

Monat Jahrletzter HandelGeldBriefKurszeitSchluß Vortag
Aug 2016357,75357,75358,2518:29:59360,50
Nov 2016363,75364,00364,2518:29:58366,00
Feb 2017365,75365,75366,2518:29:56368,00
Mai 2017367,75367,50368,2516:22:02369,50
Aug 2017359,50358,75360,0015:53:29361,00
Nov 2017367,25359,00367,0000:00:00367,25
Feb 2018367,25358,50382,0000:00:00367,25
Mai 2018367,25358,25385,0000:00:00367,25
Aug 2018367,25  00:00:00367,25
Nov 2018367,25  00:00:00367,25

Themen

01.07.2016PolitikPutin verlänger Einfuhrverbot für westliche Lebensmittel

Der russische Staatspräsident Wladimir Putin versperrt bis Ende 2017 den Weg für westliche Lebensmittel nach Russland. Das Importembargo dauert bereits seit Mitte 2014. Vor einer Woche hatten auch die EU-Staaten ihre Wirtschaftssanktionen gegenüber Russland verlängert. Bis Ende 2017 werden die EU-Staaten ihre Lebensmittel nicht nach Russland exportieren können. Putin verlängerte die Sanktionen, die im Zuge der Ukraine-Krise verabschiedet worden waren. Damit hat Putin die Sanktionen auf fast alle Lebensmittel noch einmal verlängert. Bis Ende des kommenden Jahres sind Importe aus EU-Staaten in Russland nicht erwünscht, heißt es in einem von der Regierung veröffentlichten Dekret aus der Zeit online zitiert. Russland hatte das Embargo Mitte 2014 erstmals erlassen. Damals war es eine Reaktion auf Sanktionen, die die EU nach der Annexion der Krim und dem Ausbruch des Krieges in der Ostukraine erlassen hatte. Vor gut einer Woche hatten auch die EU-Staaten die milliardenschweren Wirtschaftssanktionen gegenüber Russland noch einmal um ein halbes Jahr verlängert. Russland setzt nach Informationen von Zeit online mittlerweile offenbar auf andere Handelspartner. Putin verkündete danach, dass Russland und die Türkei eine neue Zusammenarbeit anstreben. Der bilaterale Handel soll wiederbelebt, Sanktionen zum Beispiel gegen die türkische Tourismusbranche sollen aufgehoben werden.(Topagrar)

01.07.2016WirtschaftKartellamt fordert stärkere Kontrolle des Wasserpreises

Bonn - Für Trinkwasser zahlen die Verbraucher in Deutschland nach einer Untersuchung des Bundeskartellamts höchst unterschiedliche Preise.Die Verbraucher in Deutschland schätzen die hohe Qualität des Trinkwassers. Doch bei den Wasserpreisen herrscht zum Teil Wildwuchs und Intransparenz. Das Kartellamt hat in einer neuen Studie hohe Preisunterschiede festgestellt und fordert eine stärkere Aufsicht. Das hat die Bonner Wettbewerbsbehörde in einem neuen Bericht über die großstädtische Trinkwasserversorgung festgestellt.Danach schwankten die durchschnittlichen Wasserentgelte für Endkunden 2013 bei den befragten Versorgern in 38 Großstädten in einer Spanne von 1,40 Euro und 2,60 je Kubikmeter, teilte das Kartellamt am Donnerstag in Bonn mit. Um zu vermeiden, dass die Versorger ihre Monopolstellung zu Lasten der Verbraucher ausnutzten, sei eine behördliche Kontrolle der Wasserentgelte unumgänglich.Ausdrücklich wies das Kartellamt darauf hin, dass die genannten Durchschnittspreise nur das allgemeine Wasserpreisniveau der Unternehmen widerspiegele, das über alle Kunden- und Tarifgruppen ermittelt wurde. Für Haushaltskunden liege der Preis etwas höher, für Groß- und Industriekunden niedriger. Reine Wasserpreisvergleiche seien für die Verbraucher aber wenig aussagekräftig. Die Angemessenheit der Entgelte könne nur in einer vertiefen behördlichen Prüfung festgestellt werden. Durch die vielen Tarife seien die Preise und Gebühren zudem sehr intransparent.Nach Angaben des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) variieren die Wasserpreise, weil es die Versorger mit vielen Strukturen zu tun hätten, die sie nicht beeinflussen könnten. «Es geht um eine Vielzahl höchst unterschiedlicher Bedingungen für die Wassergewinnung», erklärte Martin Weyand, BDEW-Hauptgeschäftsführer für den Bereich Wasser und Abwasser.

Die Preisunterschiede - so auch das Kartellamt - könnten zum Teil auf Zusatzkosten zurückzuführen sein, die sich durch geologische Gegebenheiten vor Ort (Druckzonen, Pumpen) oder durch aufwendig aufzubereitendes Oberflächenwasser ergeben würden. Auch die Gewinnung von Wasser aus Talsperren könne kostspieliger sein. Einen weiterer Grund für die Preisdifferenzen sieht das Kartellamt in der unterschiedlichen Kalkulation von Abschreibungen.Nach Angaben des Verbandes der kommunalen Unternehmen (VkU) ist Trinkwasser in Deutschland nicht nur qualitativ hochwertig und jederzeit verfügbar, sondern auch unschlagbar günstig. Jeder Bürger zahle pro Tag im Schnitt 30 Cent für Trinkwasser, kommentierte der Verband den Bericht des Kartellamtes.Der Präsident der Behörde, Andreas Mundt, bedauerte unterdessen, dass mit einer Gesetzesänderung von 2013 die kartellrechtliche Missbrauchsaufsicht über Gebühren ausgeschlossen worden sei. Damit unterliegen auch die Wassergebühren nur der Kommunalaufsicht der Länder, die weniger strenge Maßstäbe anlege. Das eröffne Unternehmen, die unter Preisaufsicht des Kartellamts stünden, die Möglichkeit einer «Flucht in die Gebühr». Aber «gerade für den Verbraucher macht es keinen Unterschied, ob er zu hohe Preise oder zu hohe Gebühren für sein Trinkwasser zahlt», betonte Mundt.Derzeit gibt es laut Kartellamt mehr als 6.000 Wasserversorger in Deutschland. Einer Vielzahl von kleinen kommunalen Betrieben stünden große Versorger gegenüber, die ebenfalls fast immer direkt oder indirekt in kommunaler Hand befänden. Seit mehr als 20 Jahren sei der Wasserverbrauch unter anderem durch technologischen Wandel, aber auch einem bewussteren Umgang rückläufig. Verbrauchte 1991 jeder Verbraucher im Schnitt 144 Liter pro Tag, seien es heute noch 121 Liter.(Quelle:proplanta)

01.07.2016PolitikHoogan auf Bauerntag gegen Abchottung vom Weltmarkt

EU-Agrarkommissar Phil Hogan hat bei der Generalversammlung des Deutschen Bauernverbandes in Hannover über die Situation auf den europäischen Agrarmärkten gesprochen und dabei sein Bedauern über das Ergebnis des britischen Referendums ausgesprochen. Um die europäische Landwirtschaft für die kommenden Jahre zu schützen und zu erhalten, sei es nötig, dass das europäische Landwirtschaftssystem an den globalen Markt weiter angekoppelt bleibe, betonte der Kommissar und versicherte, dass "die EU-Kommission weiter auf der Seite der Erzeuger bleibt".Die Kommission habe auch unverzüglich Schritte eingeleitet, um die aktuelle Krise anzugehen und dabei alle ihr zur Verfügung stehenden Mittel genutzt, hieß es weiter von Hogan. So habe die EU seit Beginn der Krise mehr als 1 Milliarde Euro eingesetzt. Die ergriffenen Maßnahmen hätten vor allem auf dem Fleischsektor bereits positive Auswirkungen gezeigt. Hogan kündigte an, eine Fleischmarktbeobachtungsstelle für Rind- und Schweinefleisch einzurichten.?Die Lage auf dem Markt für Obst und Gemüse ist weiterhin schwierig und hat sich noch nicht ganz vom Russlandembargo erholt. Die EU-Kommission unterstützt daher die Suche nach alternativen Märkten, was aber Zeit erfordere. Die EU-Kommission hat die aktuellen Hilfsmaßnahmen angesichts der niedrigen Preise bis 30. Juni 2017 ausgeweitet.?Im Milchmarkt ist die Lage weiter ernst. Der durchschnittliche Milchpreis in der EU liegt bei 27,4 Cent pro Kilogramm. Doch diese Lage herrsche nicht nur in Europa, sondern weltweit überrage das Angebot die Nachfrage, so Hogan. Er mahnte, dass ein höheres Augenmaß auf die Angebotsseite gelegt werden muss, da die Möglichkeiten, die Nachfrage zu erhöhen, begrenzt seien. Er machte aber auch erneut klar, dass "eine Wiedereinführung der Milchquote, auch zeitlich befristet, politisch keine Option und juristisch nicht möglich ist".?(Quelle:agrarticker)

01.07.2016PolitikBrexit beeinflusst GAP

Die Entscheidung Großbritanniens die EU zu verlassen schafft vielfältige Unsicherheit. Auf dem Bauerntag in Hannover äußert sich EU-Agrarkommissar Phil Hogan besorgt. Die EU-Kommission reagiere mit Respekt und Bedauern auf die Entscheidung, so Hogan heute in Hannover. Es liege im Interesse der Kommission, sehr zügig weitere Verhandlungsergebnisse zu erhalten, denn der Beschluss überschatte alles. Besonders Landwirte wüssten, wie wichtig Stabilität und Gewissheit für die weitere Zukunftsplanung und Arbeit seien. Dies sei einer der Grundsätze der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP).Hogan versicherte, dass die Leiter der Europäischen Institutionen und Mitgliedsstaaten intensiv daran arbeiten, „diese beispiellose Veränderung der politischen Landschaft wieder in Ordnung zu bringen". Soweit es in seinen Möglichkeiten stehe, werde er seine Verantwortung gegenüber den europäischen Landwirten und ländlichen Gemeinden weiter wahrnehmen. Darin ausdrücklich eingeschlossen seien bis zum Bekanntwerden der nächsten Schritte auch die Landwirte und ländlichen Gemeinden im Vereinigten Königreich, so Hogan. Konkretere Aussagen macht der EU-Kommissar nicht.(Quelle:AZ)

01.07.2016RapsHeftige Reaktion auf US-Anbaufläche

Eine kleiner als erwartete US-Sojabohnenfläche lässt die Fonds ein Kursfeuerwerk im Sojakomplex zünden. Raps profitierte mit überschaubaren Notizgewinnen davon. Rohöl notiert schwächer. Sojakomplex: Die neue Flächenschätzung des USDA von 83,7 Mio. Sojabohnen löste an der Chicagoer Börse eine stramme Rally aus. Die November-Bohne legte bis zu 40,6 Cent/bushel zu. Der Frontmonat Juli schob sich nach einem Plus von 30,4 Cent/bushel wieder auf 11,75 US-$/bushel hoch. Zeitweise waren die Notizgewinne noch größer ausgefallen. Sojaschrot legte ebenfalls deutlich zu. Der Wintertermin verbesserte sich um knapp 11 US-$/short ton. Der Juli-Kontrakt bei Schrot stieg auf über 400 US-$/short ton an. Obwohl der Markt von einer höheren geplanten Aussaatfläche von bis zu 84 Mio. Acres Sojabohnen ausgegangen war, muten die Reaktion der Chicagoer Börse überzogen an. Es dürften Spekulationen gehandelt worden sein, denn die neue US-Sojabohnenfläche markiert einen neuen Rekordwert. Die Schätzung der Quartalsbestände gab zudem wenig bullisches her, denn die Sojabohnenbestände der USA lagen zum Stichtag 1. Juni 6,6 Mio. t über dem Vorjahr und kamen rund 1 Mio. t größer als erwartet herein.(Quelle:AZ)

30.06.2016PolitikFolgart: „Wir brauchen keine staatliche Mengensteuerung"

Wir brauchen keinen Staat oder Verband, der uns sagt, wie viel wir zu produzieren haben. Dies zu klären, ist Aufgabe der Molkereien und der Milcherzeuger“. Das sagte Udo Folgart, Vorsitzender des DBV-Milchausschusses gestern vor über 200 Teilnehmern beim Forum „Milch“ im Rahmen des Bauerntags in Hannover.

Die Bauern bräuchten aber marktorientierte Lieferbeziehungen, in den selbstverständlich auch die Mengen zwischen den Marktpartnern absatzorientiert ausgesteuert werden. „Wir erwarteten, dass auch die Führungsebenen der genossenschaftlichen Molkereien diesen Prozess aktiv mitgestalten“, forderte Folgart die Verantwortlichen zum Handeln auf.In die gleiche Kerbe schlug Prof. Dr. Sebastian Hess von der Universität Kiel. Er frage sich, warum Genossenschaftsmolkereien bei Standardprodukten im Handelsmarkenbereich gegeneinander anträten? „Für frische Vollmilch mit 3,5 % und 1,5 % könnten deutsche Genossenschaftsmolkereien den Verkauf bündeln“, meint der Wissenschaftler. Die Molkereien seien auch gefordert, nach marktkonformeren Preismodellen für die Bezahlung der Milch zu suchen.„Darüber denken wir durchaus nach“, antwortete Detelf Latka, kaufmännischer Geschäftsführer von Hochwald. Das Ergebnis sei aber noch nicht spruchreif, wollte sich der Molkereimanager noch nicht in die Karten schauen lassen. Theo Müller setzt dagegen weiterhin vor allem auf ein hochpreisige Verwertung und entsprechende hohe Wertschöpfung. „Dann springt auch ein guter Milchpreis für die Bauern dabei raus“, lautet Müllers einfache Botschaft.Kontrovers diskutiert wurde die laufende Überprüfung der Lieferbeziehungen zwischen Molkerei und Milcherzeugern durch das Bundeskartellamt. „Wir werden am Beispiel der DMK die fünf Bereiche Andienungspflicht, Vertragslaufzeit, Abnahmepflicht, Preistransparenz und Auszahlungssystematik dahingehend überprüfen, ob die geltenden Regeln den Wettbewerb einschränken“, erläuterte Andres Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes das Vorgehen. Obwohl es keine Milchquote mehr gebe, habe sich an den Lieferbeziehungen nichts geändert. Bis wann das Kartellamt die Prüfung abgeschlossen haben will, wollte Deutschlands oberster Kartellwächter nicht sagen.(Quelle: Topagrar)

30.06.2016WirtschaftSchlachtschweinepreise weiter im Aufwind

Bonn - Die Situation am deutschen und europäischen Schlachtschweinemarkt ist weiterhin von einem knappen Lebendangebot geprägt, das für den Bedarf der Schlachtunternehmen kaum ausreicht. Somit sitzen die Erzeuger auch Ende Juni am „längeren Preishebel“ und können mehr Geld für ihre Tiere fordern.Die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) setzte heute deswegen ihre Leitnotierung für Schlachtschweine um 3 Cent auf 1,63 Euro/kg Schlachtgewicht (SG) herauf. Damit laufen laut Darstellung von Marktexperten der Lebend- und der Fleischmarkt weiter auseinander, denn nicht für alle Teilstücke lassen sich bei einer eher mäßigen Inlandsnachfrage entsprechend höhere Verkaufspreise erzielen.Ebenso wie in Deutschland dürften auch in anderen wichtigen EU-Ländern die Schlachtschweinenotierungen im weiteren Wochenverlauf anziehen. In Spanien brummt dem Mercolleida zufolge der Schweinefleischexport wie nie zuvor und schlachtreife Tiere mit ausreichend Gewicht sind stark gesucht. Die Notierung wird morgen voraussichtlich im Bereich von 3 Cent je Kilogramm Lebendgewicht (LG) zulegen.In Italien hat die erste Hitzewelle dieses Sommers Einzug gehalten, was dort die Schweine langsamer wachsen lässt. Der positive Preistrend soll sich deshalb mit einem Plus von 3 Cent/kg LG fortsetzen. Im EM-Land Frankreich hinkt die heimische Schweinefleischnachfrage zwar den Erwartungen hinterher; die Schweine lassen sich dennoch gut vermarkten. Für die morgige Notierung am Marché du Porc Breton wird ein Anstieg zwischen 2 Cent und 4 Cent/kg SG erwartet; in Belgien dürften es mindestens 2 Cent/kg LG sein.

(Quelle:proplanta)

30.06.2016GetreideWiederzulassung ist beschlossen

Die EU-Kommission verlängert Glyphosat um weitere 18 Monate. Nach der Gnadenfrist soll die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) eine Risikobewertung abgeben.

Nach langen Verhandlungen hat die EU-Kommission am Schluss ohne Zustimmung der EU-Mitgliedstaaten Glyphosat bis Ende 2017 zugelassen. Beschränkungen bei der Anwendung des umstrittenen Pflanzenschutzmittels empfiehlt die EU-Kommission. Die EU-Mitgliedstaaten sollen bei der nationalen Zulassung von glyphosathaltigen Herbiziden den Einsatz außerhalb der Landwirtschaft möglichst vermeiden.Unzufriedenheit auf breiter Front:Zufrieden mit der Lösung ist keiner. Die EU-Kommission bemängelt, dass sich die EU-Mitgliedstaaten nicht hinter den Kompromiss einer nur kurzfristigen Wiederzulassung gestellt haben. Der Industrieverband Agrar (IVA) spricht von einer unbefriedigenden Zwischenlösung. Der Grundsatz der Wissenschaftlichkeit sei im Glyphosat-Verfahren mehrfach mit Füßen getreten worden, kommentierte IVA-Hauptgeschäftsführer Volker Koch-Achelpöhler.Martin Häusling, Europaabgeordneter der Grünen, hatte ein Verbot gefordert. Nach seiner Auffassung hat es die EU-Kommission nach dem Brexit verpasst, auf die Skepsis der Bürger gegenüber der EU einzugehen.(Quelle:AZ)

30.06.2016WirtschaftMünchner auf Einkaufstour

Die Baywa AG möchte ihr regionales Standortnetz in Deutschland durch die Übernahme von privaten Agrarhandelsunternehmen stärken. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Getreideerfassung sowie dem Handel mit Dünger- und anderen Betriebsmitteln.

Die Baywa setzt auf regionale Expansion.Die Baywa setzt auf regionale Expansion:Der Münchner Mischkonzern wird am 1. Juli den Standort Großenhain (Landkreis Meißen) des Agrardienstleisters Agro-Service GmbH Großenhain übernehmen. Mit der Übernahme investiert die Baywa in ihr Standortnetz in Mittelsachsen und baut ihre Kapazitäten für Dünger- und Getreideumschlag in der Region aus, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Mit dem Betrieb stehen der Baywa in Großenhain auf circa 87.000 Quadratmetern Lagergebäude mit einer Kapazität für Getreide und Düngemittel von mehr als 30.000 t zur Verfügung.„Großenhain soll zur Drehscheibe für Getreide in Mittelsachsen werden. Wir stärken unser Standortnetz, um in dieser Agrarregion unser Getreide- und Düngergeschäft auszubauen“, erklärt Matthias Eckstein, Spartengeschäftsführer Agrar Sachsen/Brandenburg. Außerdem soll am neuen Agrarstandort das Betriebsmittelgeschäft erweitert werden, wie zum Beispiel der Handel mit Saatgut.Eigentümer ziehen sich zurück:Ebenfalls zum1. Juli übernimmt die Baywa AG den Landhandel Kohler GmbH & Co. KG in Tuningen (Baden-Württemberg). Der Baywa stehen damit eine Getreide-Annahmeleistung von insgesamt 120 t pro Stunde, Maschinentechnik zur Getreideaufbereitung und -trockung sowie eine Laborausstattung zur Verfügung. Tuningen befindet sich 13 km vom Baywa Agrarstandort Spaichingen und 42 km vom Standort Oberndorf am Neckar entfernt.Der Landhandel Kohler GmbH & Co. KG wurde von der Familie Kohler im Jahr 1976 gegründet und in zwei Abschnitten 1980 und 1989 erweitert. Mit der Übergabe an die BayWa AG ziehen sich die Eigentümer aus dem Familienbetrieb zurück. Den bisherigen Mitarbeitern im Lager und in der Verwaltung wurde für den Standort Tuningen eine Weiterbeschäftigung bei der BayWa angeboten.(Quelle: AZ)

29.06.2016PolitikBauernpräsident Rukwied wiedergewählt

Die Mitgliederversammlung des Deutschen Bauernverbandes (DBV) hat den amtierenden Präsidenten Joachim Rukwied mit überzeugender Mehrheit wiedergewählt. Rukwied erhielt in Hannover in geheimer Wahl 521 der 587 abgegebenen Delegiertenstimmen der ordentlichen und assoziierten Mitglieder. Das entspricht 88,76 Prozent der Stimmen. Damit ist Rukwied für weitere vier Jahre DBV-Präsident. Der 54-jährige Joachim Rukwied betreibt einen Ackerbaubetrieb mit Gemüse- und Weinbau in der Nähe von Heilbronn. Seit 2012 ist er Präsident des Deutschen Bauernverbandes und seit 2006 Präsident des Landesbauernverbandes Baden-Württemberg. Ebenfalls mit großer Mehrheit hat die Mitgliederversammlung die DBV-Vizepräsidenten Werner Schwarz aus Schleswig-Holstein (95,71 Prozent der abgegebenen Delegiertenstimmen), Walter Heidl aus Bayern (92,75 Prozent) und Werner Hilse aus Niedersachsen (83,57 Prozent) wiedergewählt. Als neuen DBV-Vizepräsidenten wählten die Delegierten Wolfgang Vogel aus Sachsen (75,49 Prozent).Wolfgang Vogel wurde 1952 in Altenburg, Thüringen, geboren. Nach landwirtschaftlicher Berufsausbildung mit Abitur und anschließendem Studium an der Humboldt-Universität Berlin wurde der diplomierte Agraringenieur Vorsitzender der LPG Pflanzenproduktion Beiersdorf, Geschäftsführer der Bauernland GmbH Beiersdorf und schließlich Vorstandsvorsitzender des Mittelsächsischen Getreideerzeuger- und Absatzvereins. Seit 2007 ist der verheiratete zweifache Vater Präsident des Sächsischen Landesbauernverbandes. Udo Folgart aus Brandenburg, der seit 2006 Vizepräsident des DBV war und von 2003 bis März 2016 Präsident des Landesbauernverbandes Brandenburg, trat nicht mehr zur Wiederwahl an. Folgart hat als „Milchbauernpräsident“ die Milchpolitik des DBV aktiv gestaltet und begleitet. Ebenso war er im Vorstand für die Angelegenheiten der neuen Bundesländer verantwortlich. Seit 2004 ist der Geschäftsführer der Agro-Glien GmbH im Landkreis Havelland Mitglied des Landtags Brandenburg. DBV-Präsident Rukwied dankte Udo Folgart für seinen langjährigen unermüdlichen Einsatz für die deutschen Bauern. Präsident und Vizepräsidenten des DBV werden in der Mitgliederversammlung des Verbandes, die im Rahmen des Deutschen Bauerntages stattfand, von den knapp 600 Delegierten für 4 Jahre gewählt. Um gewählt zu werden, ist in geheimer Wahl die Mehrheit der abgegebenen Stimmen der Mitgliederversammlung notwendig. (proplanta)