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Börse-MATIF, Weizen Kontrakt Nr. 2 in € / t

Monat Jahrletzter HandelGeldBriefKurszeitSchluß Vortag
Sep 2016164,25164,25164,0018:29:59164,25
Dez 2016169,00169,00165,0018:29:58169,00
Mär 2017173,75173,50173,7518:29:58173,75
Mai 2017176,25175,75176,5018:24:15176,25
Sep 2017179,25178,25180,0016:57:55179,25
Dez 2017182,25180,25184,5018:09:39182,25
Mär 2018183,75175,00210,0000:00:00183,75
Mai 2018189,50 209,0000:00:00189,50
Sep 2018189,50 200,0000:00:00189,50
Dez 2018189,50165,00190,0000:00:00189,50
Mär 2019189,50  00:00:00189,50
Mai 2019189,50  00:00:00189,50

Börse-MATIF, Raps in € / t

Monat Jahrletzter HandelGeldBriefKurszeitSchluß Vortag
Aug 2016373,50373,75373,5018:29:59373,50
Nov 2016377,75378,00378,0018:29:59377,75
Feb 2017380,00379,25380,0018:17:29380,00
Mai 2017380,75 385,0018:09:36380,75
Aug 2017368,25363,00 18:01:57368,25
Nov 2017371,25  18:04:57371,25
Feb 2018362,00  00:00:00362,00
Mai 2018361,00  00:00:00361,00
Aug 2018371,50  00:00:00371,50
Nov 2018371,50  00:00:00371,50

Themen

26.05.2016GetreideGlyphosat: Schmidt mahnt zu sachlicher Debatte

Anlässlich der erneuten Verschiebung der Neuzulassung von Glyphosat hat Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt die gesundheitliche Unbedenklichkeit des Wirkstoffs hervorgehoben und mehr Sachlichkeit in der Debatte angemahnt. Schmidt wies gestern in Berlin darauf hin, dass unabhängige Wissenschaftler in Deutschland und allen Mitgliedstaaten Glyphosat gründlich geprüft hätten und bei sachgerechter Anwendung keine Zweifel am geringen Risiko des Mittels für die menschliche Gesundheit hegten. In der Bewertung von Glyphosat sei insbesondere auch die Einschätzung der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) berücksichtigt worden. Dabei gebe es keinen wissenschaftlichen Dissens, betonte der Minister mit Blick auf die jüngste Einschätzung des WHO-Fachgremiums "Joint Meeting of Pesticide Residues" (JMPR).Nach Darstellung von Schmidt hat das Fachgremium für Pflanzenschutz die Wirkung bei sachgerechter Anwendung in der Praxis überprüft, während die IARC das theoretische Krebspotenzial bei Anwendungsarten und -mengen betrachtet, die in der Praxis nicht vorkommen. Nach Auffassung des CSU-Politikers stehen sich diese beiden Betrachtungsweisen nicht entgegen, sondern ergänzen sich. Schmidt stellte weiter fest, dass die Wissenschaftler auf Basis aller vorliegenden Erkenntnisse über ein kämen, dass bei bestimmungsgemäßer und sachgerechter Anwendung des Wirkstoffs Glyphosat keine Zweifel an der gesundheitlichen Unbedenklichkeit bestünden. Im Zuge der weitergehenden Diskussion um die Verlängerung der Glyphosat-Zulassung plädiert er daher für eine wissenschaftliche Bewertung von Risiko und Nutzen. (Bauernblatt)

26.05.2016WirtschaftStabile Lebensmittelpreise im Mai 2016

Die erneuten Preissenkungen in der Warengruppe Milch und Milchprodukte wirken den höheren Obst-, Gemüse- und Kartoffelpreisen entgegen. Ähnlich wie im Vormonat können die Verbraucher im Mai somit frische Lebensmittel zu stabilen Preisen einkaufen, meldet die AMI. Basierend auf den ersten drei Maiwochen lag die Teuerungsrate laut AMI-Frischeindex nur noch bei 0,3 %.Anfang Mai reduzierte der Lebensmitteleinzelhandel nun auch die Preise für einige Produkte der weißen Linie im Basissortiment. Anlass hierfür waren die neuen Kontrakte zwischen Molkereien und Handel. Konventionelle Milch wird seitdem 13 Ct günstiger angeboten. Zahlreiche andere Artikel, wie Butter, Sahne, Quark und Joghurt, waren von dieser Preisrunde ebenfalls betroffen. Dadurch sparen die privaten Haushalte im Mai rund 14 % bei Artikeln aus dieser Warengruppe. Für Kartoffeln, Gemüse und Obst zahlen die Verbraucher dagegen mehr als ein Jahr zuvor. Durch die zunehmende Marktbedeutung der Frühkartoffeln ist der Preisabstand zum Vorjahr in den vergangenen Monaten jedoch zurückgegangen.(Quelle: Topagrar)

26.05.2016RapsEngpässe unterstützen den Sojakomplex

Der Sojakomplex spiegelt weiter die Sorge um die Bohnenernte in Argentinien wider. Raps folgt mit festeren Kursen. Rohöl zieht ebenfalls an. Sojakomplex: Bohne, Schrot und Öl gehen gestern gemeinsam in den grünen Bereich. Die Bohne legt im Juli 30,75 Cents /Bushel auf 10,8550 US - $/Bushel zu. Schrot gewinnt im Juli 18,30 Cents /Short Ton auf 407,20 US $/Short Ton. Damit hat der Future das erste Mal die Marke von 400 $ seit Dezember 2014 überschritten. Wieder ist es die Sorge um das geringere Aufkommen und die Qualitäten des argentinischen Schrots, das den Preisen Auftrieb gibt. Aktuell geringere Regenfälle in Argentinien können helfen, die Ernte voranzutreiben. Zusätzlich sorgt das vorübergehende Abschalten einer Ölmühle in Indiana für mögliche Versorgungsengpässe. Rohöl: Rohöl geht seinen Weg der Festigkeit weiter. Die Kurse haben gestern die Marke von 50 US - $ fast wieder erreicht. Und wieder sind es die kleineren Ölreserven in den USA, die als Argument für die Entwicklung herangezogen werden. Die amerikanische Regierung hat die Aussicht mit Zahlen untermauert. Die Lagerbestände an Rohöl sind in der vergangenen Woche um 4,2 Mio. Barrel auf gut 537 Mio. Barrel zurückgegangen. Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) hat zuletzt leicht nachgelassen.(Quelle: agrarzeitung)

25.05.2016GetreideSpekulationen über Verlängerung der Glyphosat-Zulassung

Brüssel - Die Brüsseler Gerüchteküche über die Verlängerung der Zulassung des Wirkstoffs Glyphosat brodelt.Von einem Zeitraum von zwei Jahren war zu Wochenanfang in Medienberichten zu lesen, die aber von der Europäischen Kommission nicht bestätigt wurden. Ein EU-Diplomat stellte klar, dass die Kommission keinen neuen Vorschlag vorgelegt habe. Sie habe allerdings die Mitgliedstaaten um Vorschläge zu den nächsten Schritten gebeten und dabei als Option eine sehr begrenzte zeitliche Verlängerung ins Spiel gebracht.Eine Entscheidung drängt. Die Branche droht schon mit rechtlichen Schritten, die Zulassung zu erwirken. Ende Juni läuft die Zulassung aus, und ohne eine Zulassungsverlängerung dürfte Glyphosat nicht mehr als Pflanzenschutzmittelwirkstoff verwendet und auf den Markt gebracht werden. Man werde über die bisherigen Diskussionsergebnisse nachdenken, hatte die EU-Kommission am vergangenen Donnerstag erklärt, nachdem sich keine qualifizierte Mehrheit für eine Verlängerung im Fachausschuss abgezeichnet hatte.(agraraktuell)

25.05.2016WirtschaftMonsanto-Übernahme: Bayer will trotz Abfuhr weiter verhandeln

St. Louis/Leverkusen - Bayer lässt sich von einer ersten Abfuhr beim Buhlen um den US-Rivalen Monsanto nicht entmutigen und bekräftigt seine Übernahmeabsichten.Bayer wird wohl eine Schippe drauflegen müssen, um Monsanto von seinem Übernahmeplan zu überzeugen. Doch die Leverkusener bekräftigen ihre Absichten. Bei 55 Milliarden Euro liegt das Übernahmeangebot bisher. Zu wenig, sagen die Amerikaner - aber die Tür bleibt offen. Man stehe zu seinem Angebot und sehe «konstruktiven» Gesprächen entgegen, teilten die Leverkusener am Dienstagabend mit. Zuvor hatte der umworbene US-Agrarchemiekonzern Monsanto die bisherige Kaufofferte von Bayer in Höhe von 55 Milliarden Euro als deutlich zu niedrig abgelehnt. Der Verwaltungsrat zeigte sich aber offen für weitere Verhandlungen.Monsanto-Chef Hugh Grant verkündete, eine «integrierte Strategie» könne erhebliche Vorteile haben. Damit signalisiert das umstrittene US-Unternehmen grundsätzliches Interesse an Fusionsgesprächen. Allerdings sei das derzeitige Angebot finanziell unzureichend. Der Verwaltungsrat habe keinen Zeitplan für weitere Gespräche mit Bayer vorgegeben. «Es ist weiterhin unser Ziel, diese für beide Seiten überzeugende Transaktion gemeinsam zum Abschluss zu bringen», bekräftigte der Leverkusener Dax-Konzern.Am Montag war bekanntgeworden, dass der deutsche Pharma- und Pflanzenschutzriese umgerechnet mehr als 55 Milliarden Euro für Monsanto bietet. Es wäre eine der teuersten Übernahmen der deutschen Wirtschaftsgeschichte. Der Konzern bietet je Monsanto-Aktie 122 US-Dollar in bar - insgesamt 62 Milliarden Dollar. Händler und Analysten waren von der Höhe des Gebots überrascht. Die Ratingagenturen Moody's und Fitch drohten Bayer wegen der Fusionspläne mit deutlichen Bonitätssenkungen.

Doch nicht nur wegen des hohen Preises, auch wegen des schlechten Rufs von Monsanto vor allem in Europa gilt das Vorhaben als riskant. Der US-Konzern steht seit Jahren wegen seiner gentechnisch veränderten Produkte in der Kritik. Zudem wird seit langem über mögliche gesundheitsschädliche Auswirkungen des Wirkstoffs Glyphosat diskutiert, den Monsanto in seinem weltweit verbreiteten Unkrautvernichter «Roundup» benutzt. Bayer lässt sich von den Image-Problemen indes nicht abschrecken.Die Leverkusener wollen mit der Übernahme zum weltgrößten Agrarchemie-Hersteller aufsteigen. Vorstandschef Werner Baumann verteidigt den Plan gegen Vorbehalte, nachdem die Aktionäre skeptisch auf die Verkündung der Übernahmeabsichten reagierten. Die Agrarindustrie stehe angesichts der schnell wachsenden Weltbevölkerung und der globalen Erwärmung vor gigantischen Herausforderungen. Durch einen Zusammenschluss könnten Bayer und Monsanto hier wegweisende Antworten geben, so Baumann. Davon würden die Landwirtschaft, aber auch die eigenen Aktionäre profitieren.

Als wolle er seine Entschlossenheit untermauern, deckte sich der Bayer-Chef im Zuge der Milliarden-Offerte selbst in großem Stil mit Aktien seines Unternehmens ein. Allein seit Montag hat der erst seit gut drei Wochen amtierende Chef des Dax-Konzerns Aktien für fast eine Million Euro erworben, wie aus Stimmrechtsmitteilungen hervorgeht. Insgesamt kaufte Baumann 11.000 Bayer-Anteilsscheine. Dabei spielte ihm eine deutliche Vergünstigung der Papiere in die Karten - denn der Kurs ist seit den aufkommenden Spekulationen über eine Übernahme von Monsanto kräftig gesunken.(proplanta)

25.05.2016WirtschaftIren steigern Milchmenge deutlich

Als ein wesentlicher Grund für den derzeitigen Milchpreisverfall gilt die gestiegene Milchmenge. Nun gibt es konkrete Zahlen, wer in der EU wie stark für den Anstieg verantwortlich ist.In der Gemeinschaft der EU-28 erhöhte sich die Erzeugung seit dem Ende der Milchquotenregelung nach Mitteilung des Landvolk-Pressedienstes um 3,8 Prozent oder knapp 6,1 Mio. t Milch. Wie die Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen verdeutlicht, entspricht diese Menge der gesamten Jahresanlieferung des Milchlandes Niedersachsen.Deutschland als insgesamt größtes Milcherzeugerland der EU lieferte mit 31,87 Mio. t 3,8 Prozent mehr Milch als im Vorjahr. Ein prozentual deutlich größeren Zuwachs gab es in Irland mit 18,1 Prozent und den Niederlanden mit 11,6 Prozent. Auf der grünen Insel wurden im Milchwirtschaftsjahr 2015/16 knapp 7 Mio. t Milch erzeugt, in den Niederlanden waren es 13,87 Mio. t. Frankreich als zweitgrößter Milcherzeuger der EU steigerte die Milcherzeugung um ein Prozent auf 25,48 Mio. t.Großteil der Mehrproduktion kommt aus den Niederlanden. Rund 25 Prozent der insgesamt mehr erzeugten Milch wurde in den Niederlanden gemolken. Für 18 Prozent der Mehrproduktion sind die irischen Milcherzeuger verantwortlich. Deutschland folgt mit einem Anteil von zehn Prozent auf Platz 3 vor Polen mit 8,2 Prozent und Großbritannien mit 7,6 Prozent.Im März, dem letzten Monat des abgelaufenen Milchwirtschaftsjahres 2015/16, lieferten Deutschlands Milcherzeuger 3,2 Prozent mehr Milch als im Vorjahresmonat, in Irland fiel das Plus mit 28,3 Prozent fast zehnmal so hoch aus, in den Niederlanden wurden im März 16,8 Prozent mehr Milch angeliefert als im Vorjahresmonat.(Quelle:AZ)

24.05.2016PolitikBundesregierung kommt im Streit um Glyphosat nicht überein

Die Bundesregierung ringt weiter um eine gemeinsame Haltung zum Unkrautgift Glyphosat. Im Streit um die Erneuerung der EU-Zulassung gebe es «noch kein abschließendes Ergebnis», sagte ein Sprecher des Agrarministeriums am Montag in Berlin. Es liefen Gespräche zwischen den beteiligten Ministerien. Eine Abstimmung von Ländervertretern in Brüssel über eine Zulassung für weitere neun Jahre war vergangene Woche ausgeblieben, weil die nötige Mehrheit nicht zustande kam. Das lag maßgeblich an Deutschland: Die SPD-Minister hatten die Zustimmung verweigert, so dass die Bundesrepublik sich enthalten musste. Glyphosat steht im Verdacht, krebserregend zu sein. Die aktuelle Zulassung des weit verbreiteten Unkrautkillers läuft Ende Juni aus. Im Gespräch ist nun, sie befristet zu verlängern. Die EU-Mitgliedsstaaten seien gebeten, Brüssel bis Dienstag ihre Haltung mitzuteilen, sagte der Ministeriumssprecher. Die Kommission habe aber noch keinen abschließenden Entwurf vorgelegt. Der federführende Agrarminister Christian Schmidt (CSU) und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sind für eine erneute Zulassung, Umweltministerin Barbara Hendricks und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (beide SPD) sind seit kurzem strikt dagegen. (Quelle: proplanta)

24.05.2016WirtschaftArla senkt erneut Milcherzeugerpreis

Die europäische Molkereigenossenschaft Arla Foods wird ihren Abnahmepreis für Rohmilch erneut absenken und dabei erstmals unter das Auszahlungsniveau im Krisenjahr 2009 rutschen. Wie dänische Medien heute berichteten, informierte Arla seine Mitglieder darüber, dass der Abnahmepreis für Milch mit Standardwerten ab 1. Juni um umgerechnet 1,3 Cent/kg auf 25,1 Cent/kg sinken werde. Dies sei erstmals weniger als in der extremen Niedrigpreisphase zwischen April und Oktober 2009, als Arla umgerechnet 25,3 Cent/kg ausgezahlt habe, stellte das Fachmagazin „Landbrugs Avisen“ fest. Arla habe in seiner aktuellen Mitteilung auch kein kurzfristiges Ende des aktuellen Preistals versprechen können. Nach wie vor werde international mehr Milch produziert als verbraucht, so der Konzern laut Medienberichten in dem Informationsschreiben. Die derzeitigen Bestände an Milchpulver und anderen Industriewaren seien umfangreich, was den Wettbewerb weiter anheize. Positiv sei, dass das globale Wachstum in der Milchproduktion nicht mehr so stark sei wie bisher, betonte das Unternehmen. Dies könne in den kommenden Monaten zu einer Stabilisierung von Angebot und Nachfrage beitragen. Der Ausblick bleibe vorerst jedoch unsicher.(Quelle: proplanta)

24.05.2016WirtschaftZuckerrübenanbau steht am Scheideweg

Es wird viel spekuliert über die Zukunft des Zuckerrübenanbaus in Niedersachsen nach dem Ende der EU-Zuckermarktordnung 2017. Die aktuellen Verhandlungen und auch Entscheidungen in der Vergangenheit werden eine direkte Auswirkung auf die landwirtschaftlichen Betriebe mit Zuckerrübenfruchtfolge haben. Doch auch Zulieferer von Pflanzenschutz, Saatgut und Technik, Lohnunternehmer für Ernte und Abfuhr und nicht zuletzt die Nordzucker AG und die Anbauer Verbände werden die Folgen der Verhandlungen zu spüren bekommen. Lange herrschte über Liefermengen und Auszahlungspreise Unsicherheit bei den Landwirten. Vergangene Woche haben sich der Dachverband Norddeutscher Zuckerrübenanbauer (DNZ) und die Nordzucker AG schließlich auf die Vertragsbedingungen zur Lieferung von Zuckerrüben ab dem Anbaujahr 2017 verständigt, berichtet das Landvolk. Die Rübenanbauer können zwischen zwei Preismodellen und einjährigen bzw. dreijährigen Vertragslaufzeiten wählen. Die rund 7.000 norddeutschen Zuckerrübenanbauer erhalten in Kürze umfassende Informationen zu den Vertragsmodalitäten. Beim 20. Niedersächsischen Zuckerrübentag sollte eigentlich der Rübenanbau im Fokus stehen. Die Zuckerrübenanbauerverbände, die Nordzucker AG, die Landwirtschaftskammer Niedersachsen und die Arbeitsgemeinschaft zur Förderung des Zuckerrübenanbaus in Norddeutschland (ARGE Nord) laden am 7. Juni nach Pattensen / Koldingen ein. Auf den Feldführungen sind Stationen mit Zwischenfruchtdemonstrationen und Bodenprofil geplant. Versuche zur Stickstoffdüngung, Gleichstandsaat, Herbizid Einsatz, Nematoden Bekämpfung, Bodenbearbeitung und mechanischer Unkrautbekämpfung, sowie Sorten- und Beizversuche werden für die Besucher vorbereitet. Innovationen rund um die Zuckerrübe präsentieren zudem 40 Aussteller. Die Auswahl der Referenten für die Kurzvorträge nach der Begrüßung durch Kammerpräsident Gerhard Schwetje lässt jedoch ahnen, dass nicht nur über Pflanzenschutz und Nematoden gesprochen wird, sondern auch die aktuellen Verhandlungsergebnisse thematisiert werden. Dr. Heinrich-Hubertus Helmke, Geschäftsführer des DNZ, und Dr. Lars Gorissen, Agrarvorstand der Nordzucker AG, waren unmittelbar an den aktuellen Preis- und Liefervertragsverhandlungen beteiligt und werden in Kurzvorträgen auf die zukünftigen Vertragskonditionen eingehen. Der Besuch des 20. Niedersächsischen Zuckerrübentages am 7. Juni ab 9.30 auf dem landwirtschaftlichen Betrieb von Hans-Heinrich Schnehage in Pattensen / Koldingen ist kostenlos und eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Informationen stehen bereit auf www.dnz.de. (Quelle: Topagrar)

24.05.2016GetreideEuropas Ernte wächst gut heran

Der EU-Prognosedienst erwartet unverändert überdurchschnittliche Getreideerträge in der EU. Es gibt kaum Sorgen. Für Raps sind die Erwartungen etwas gedämpft. Trockenheit ist regional allerdings ein großes Problem.

Generell spricht zurzeit alles für überdurchschnittliche Erträge in der EU-28, stellt der EU-Prognosedienst MARS in seinem Mai-Bericht fest. Erstmals beruhen die ausgewiesenen Ertragserwartungen auf Simulationen, die anhand von detaillierten Wetterdaten berechnet worden sind.Erträge im Detail: Die Weichweizenerträge 2016 schätzt MARS jetzt im EU-Durchschnitt auf 6,1 t/ha (plus 4,8 Prozent zum fünfjährigen Durchschnitt). Wintergerste soll knapp 6 t/ha erreichen (plus 7,3 Prozent). Raps liegt nach der MARS-Prognose bei 3,3 t/ha (plus 2,6 Prozent) sowie Körnermais bei 7,3 t/ha (plus 5,8 Prozent).Im Vergleich zur Einschätzung im April ist MARS optimistischer für Wintergerste und Körnermais, aber pessimistischer für Winterraps. Unverändert sind die Erwartungen für Winterweizen. Unabhängig von den Veränderungen zum Vormonat liegen alle zurzeit geschätzten Erträge zum Teil deutlich über dem Fünfjahresdurchschnitt.

Regen ungleichmäßig verteilt: Sorgen bereiten allerdings einige Regionen, in denen das Wetter weniger günstig war. Der starke Kälteeinbruch Ende April hat in Österreich, Norditalien und Slowenien mit Frost und Schneefällen in Wein- und Obstbauregionen einige Ausfälle verursacht. In Österreich gab es auch vereinzelt Schäden an Rapsbeständen. Schwerwiegender ist die anhaltende Trockenheit im Nordosten Deutschlands und im Nordwesten Polens. Oft waren dies Gebiete, in denen es auch bereits Auswinterungen gab. Als besonders problematisch beurteilt der EU-Prognosedienst den Zustand von Wintergetreide und Winterraps im Nordwesten Polens. Zu wenig geregnet hat es auch in Südfrankreich sowie im Süden Griechenlands und Siziliens. Im Gegenzug hat der westliche Teil Spaniens, die Alpenregion, Südosteuropa, der Osten der Ukraine sowie das Zentrum des europäischen Russlands reichlich Niederschläge abbekommen.Frühjahrsbestellung unkompliziert: Die Aussaat der Sommergerste ist in Europa glatt verlaufen, stellt MARS weiter fest. Restflächen müssten noch in Dänemark und im Baltikum bestellt werden. Überwiegend günstig waren auch nach einiger Verzögerung die Aussaatbedingungen für Zuckerrüben. Noch größere Verspätungen gab es für die Maisaussaat. Sie ist nach Beobachtung von MARS aber mittlerweile problemlos abgeschlossen werden.(Quelle:AZ)