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21.02.2012

Rohöl steigt auf höchsten Preis seit neun Monaten 21.02.2012

Die europäischen Terminmärkte waren aufgrund des Feiertags in den USA auf sich gestellt. Das Volumen war deutlich niedriger als an anderen Handelstagen. Die Weizen- und Maisnotierungen an der Matif konnten erneut etwas zulegen. Auch Raps verbuchte Kursgewinne. Die Rohölkurse stiegen nach dem Stopp der iranischen Öllieferungen an Großbritannien und Frankreich sowie der Einigung über das neue Hilfspaket für Griechenland auf den höchsten Stand seit neun Monaten an. Weizen: An der Matif notierte der Maikontrakt 1,75 €/t fester. Für den November fielen die Notizgewinne sogar noch etwas höher aus. Befürchtungen über mögliche Auswinterungsschäden sollen die Notierungen für die neue Ernte beeinflusst haben. Die meisten Analysten gehen aber bisher aber nicht von großen Schäden bei den europäischen Weizenbeständen aus. Das französische Analystenhaus Strategie Grains hat kürzlich eine Schätzung veröffentlicht, nach der sich durch den Kälteeinbruch in der EU nur Ertragsausfälle von 600.000 t Weizen erwarten lassen. Dies wäre weniger als ein Prozent der der kommenden Weizenernte. Auswinterungsschäden erwartet man derzeit eher bei Gerste. Mais: Die Maisnotierungen an der Matif schlossen nach Kursgewinnen von 1,50 €/t zum fünften Mal hintereinander im grünen Bereich. Die Notizgewinne sind zwar nicht spektakulär, doch immerhin haben sich die Notierungen in dieser Zeit um 5 €/t bei festigt. Die holländische Rabobank erwartet für die Ukraine nach den erheblichen Auswinterungen eine Rekordmaisanbaufläche von 3,6 Mio. ha. Raps: Bei Raps hat sich die freundliche Stimmung mit Kursgewinnen bis zu 2,25 €/t fortgesetzt. Der Sojakomplex unterstützt den Rapsmarkt weiterhin, auch wenn Chicago keine Notierungen stattfanden. Externe Unterstützung kam daher am Vortag vor allem durch festere Rohölnotierungen. Rohöl: Die Rohölnotierungen stiegen am Vortag auf den höchsten Stand seit neun Monaten. Beim WTI-Rohöl setzte sich die stramme Tendenz fort, Brent Crude Öl konnte die Höchstnotierungen aber nicht halten. Die Auswirkungen des Importstopps der iranischen Öllieferungen an Großbritannien und Frankreich lassen noch nicht beurteilen. Nach Agenturberichten sollen auf Frankreich aber nur etwa 2 Prozent und auf Großbritannien weniger als 1 Prozent die iranischen Öllieferungen entfallen. Der Iran hat allerdings gedroht, die Öllieferungen an weitere europäische Länder einzustellen. Bisher hat die EU etwa 18 Prozent der iranischen Ölproduktion importiert. Auch die Einigung über das neue Hilfspaket für Griechenland in Höhe von 130 Mrd. € sollen die spekulativen Anleger zu Käufen animiert haben. Nach einem Bericht der Commerzbank haben die Finanzanleger bei WTI-Rohöl inzwischen die höchsten netto Long-Positionen seit Mai vergangenen Jahres aufgebaut.

21.02.2012

LIZ testet weiter Rübenpillen

Überlagertes Zuckerrübensaatgut ist überwiegend keimfähig. Eine Untersuchung lohnt sich, um die nicht einwandfreien Partien zu erkennen. Eine kostenlose Keimfähigkeitsprüfung bietet der Landwirtschaftliche Beratungsdienst Zuckerrübe LIZ seit vier Wochen. Nach Auswertung der ersten 50 Saatgutproben zeigt sich, dass 75 Prozent des Saatgutes uneingeschränkt verwendet werden können. Weitere 18 Prozent weisen nicht ganz die erforderliche Keimfähigkeit aus. Der LIZ empfiehlt hier eine Mischung mit neuem Saatgut. Für etwa 7 Prozent der Proben lautet jedoch die Empfehlung, auf die Partien als Saatgut zu verzichten. Der LIZ nimmt weiterhin Proben an, weist allerdings darauf hin, dass die Keimtests etwa 14 Tage in Anspruch nehmen. Hinweise zur Probennahme gibt die LIZ-Koordinationsstelle.(az)

21.02.2012

Milchpulverpreise unter Druck

Mit dem Ende der Frostperiode werden die Milchanlieferungen wieder steigen. Die Preise in Süddeutschland tendieren uneinheitlich. Die sehr kalte Witterung der vergangenen zwei Wochen hat die Rohmilchanlieferungen an die deutschen Molkereien etwas eingeschränkt. Im laufenden Milchwirtschaftsjahr sind sie allerdings weiterhin höher als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Butter hat zurzeit einen uneinheitlichen Markt. Gefragt sind vor allem Kleinpackungen für das Konsumgeschäft. Die Börse in Kempten nannte zuletzt für geformte Deutsche Markenbutter in 250 Gramm-Päckchen 3,58 bis 3,68 €/kg als Großhandelspreis. Eher abwartend verhalten sich dagegen die Käufer von Blockbutter. Verhalten ist zudem das Interesse für Milchpulver. Dazu trägt auch das sehr ruhige Exportgeschäft in Drittländer bei. Der Wettbewerb am internationalen Markt hat zu leicht gedrückten Erlösen geführt. Die Futtermittelindustrie hat bei Magermilchpulver ebenfalls eine abwartende Haltung eingenommen. Die Preise sind hier deutlich schwächer. Dies trifft auch auf Süßmolkenpulver zu. Käse hat einen stetigen Markt. Im Ausland können die meisten Sorten im bisherigen Umfang abgesetzt werden. Höhere Forderungen lassen sich allerdings nicht durchsetzen.(AZ)

21.02.2012

Sorghum kommt in Sortenliste

Das Bundessortenamt reagiert auf den zunehmenden Anbau von Sorghum in Deutschland für Biogasanlagen. Eine Beschreibende Sortenliste wird bis 2014 erstellt. In diesem Jahr startet das Bundessortenamt mit der Wertprüfung der ersten Sorghum-Sorten. Derzeit liegen Anträge auf Wertprüfung von mehr als zehn Sorten vor. Nun organisiert das Bundessortenamt die Anlage der Parzellen für die Wertprüfung. Dabei nutzt das Amt die bewährte Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen und amtlichen Stellen aus den Landessortenversuchen. Zur Aussaat Mitte Mai müssen die Antragsteller ausreichend Saatgut zur Verfügung stellen, wenn sie in der ersten Beschreibenden Sortenliste, in der Sorghum neben Getreide verzeichnet ist, dabei sein wollen. (Quelle: AZ)

21.02.2012

Dänische Ackerbauern fürchten höhere Steuer

Die Regierung in Kopenhagen plant eine höhere Steuer auf Pflanzenschutzmittel. Dänische Landwirte wehren sich gegen den Vorstoß. Die dänische Regierung basiert ihre neuen Vorschläge auf einem Bericht der dänischen Umweltschutzagentur, die zunehmende negative Auswirkungen des chemischen Pflanzenschutzes in den Jahren 2007 bis 2010 beklagt hat. Der Gesetzesvorschlag sieht nach Informationen von Agra Europe London vor, den Pflanzenschutzmittelaufwand nach Risiken zu besteuern. Die Zusatzkosten im Ackerbau beziffert Agra Europe London auf durchschnittlich 10 €/ha. Im Kartoffelbau kann dieser Betrag auf mehr als 20 €/ha wachsen. Landwirteverbände in Dänemark haben die Vorschläge heftig kritisiert.. Sie weisen darauf hin, dass Pflanzenschutzmittel mit hohem Risikopotenzial in Dänemark schon längst verboten seien. Außerdem habe Dänemark seit Jahren die striktesten Auflagen bezüglich Pflanzenschutz und Düngung der gesamten EU. Sie würden strengstens kontrolliert.(az)

21.02.2012

USA suchen mehr Nähe zu China

Eine strategische Zusammenarbeit in der Landwirtschaft wollen die USA und China pflegen. Für die US-Agrarwirtschaft ist China ein wichtiger Motor. In der vorigen Woche hat erstmals in den USA ein hochrangig besetztes gemeinsames Agrarsymposium beider Länder stattgefunden, bei dem die Absicht zur verstärkten bilateralen Zusammenarbeit in den kommenden fünf Jahren unterzeichnet worden ist. Angestrebt werden nach Angaben des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums USDA Verbesserungen der Lebensmittelsicherheit, der Ernährungssicherung, der Nachhaltigkeit und der wirtschaftlichen Zusammenarbeit beider Länder. China hat 2011 US-Agrargüter im Wert von fast 20 Mrd. US-$ gekauft und war damit das wichtigste Abnehmerland für die US-Agrarexporteure.(AZ)

21.02.2012

Düngung kann bald starten

Wenn die Böden in den kommenden Tagen oberflächlich auftauen, kann in ebenen Lagen die Düngung beginnen. Landwirte müssen die Aufnahmefähigkeit prüfen. Nach Düngeverordnung dürfen keine Düngemittel auf gefrorenen Böden ausgebracht werden. In dieser Woche tauen sie in weiten Landesteilen oberflächlich auf. Dann kann die erste Gabe für Grünland, Wintergetreide und Raps in ebenen Lagen starten. Die Landwirtschaftskammer Hannover weist allerdings darauf hin, dass jeder Landwirt nach guter fachlicher Praxis verpflichtet ist, vor einer Aufbringung von Düngemitteln die Aufnahmefähigkeit des Bodens zu prüfen. Das gilt umsomehr für die Gülleausbringung, bei der die Kammer dringend dazu rät, einen ausreichenden Sicherheitsabstand zu Gewässern einzuhalten. Auf hängigen Flächen darf die Gülle erst ausgebracht werden, wenn der Boden ganz aufgetaut und nicht wässergesättigt ist, betonen die Kammerexperten weiter. Keinesfalls darf Gülle auf Flächen mit durchgängiger Schneedecke gelangen.(az)

21.02.2012

Pflege von Grünland jetzt planen

Tierhalter sollten noch während der Kälteperiode die Pflege ihres Grünlands planen. Darauf weist die Deutsche Saatveredelung (DSV) hin. Bereits jetzt können Erzeuger davon ausgehen, dass das Grünland beispielsweise unter Kahlfrösten gelitten hat. Weil gerade aber Gräsersaatgut von besonders gefragten Arten nur knapp verfügbar ist, sollten die Erzeuger das Saatgut rechtzeitig bestellen. So stellen sie sicher, dass die Nachsaaten generell die Ertrags- und Qualitätsergebnisse verbessern. Dies gelte auch für Pferdeweiden: Lückige Narben müssten geschlossen werden. So werde das Einwandern unerwünschter Gräserarten und Kräuter verhindert und der Futterwert gesteigert, betont DSV. Ab einer Bodentemperatur von 6° C könnten die Pflanzen dann auch schon von Düngegaben profitieren.(az)

21.02.2012

Agrarinvestoren meiden Ukraine

Ausländische Direktinvestitionen in den Agrarsektor der Ukraine bleiben seit geraumer Zeit aus. In den Jahren 2005 bis 2008 sind dagegen noch umfangreiche Mittel geflossen. Nach einer Aufstellung des ukrainischen Agrarverbandes UAC, die auf offiziellen Statistiken beruht, haben 2011 ausländische Investoren keinerlei Direktinvestitionen in den Agrarsektor vorgenommen. Umfangreich ist das Geld dagegen in den Jahren 2005 bis 2008 geflossen mit jährlichen Summen zwischen 95 und 246 US-$. Seither sind die Investitionen stark zurückgegangen. Da zudem ausländische Firmen auch wieder Kapital abgezogen haben, ergibt sich 2011 nach Angaben des UAC sogar eine negative Bilanz.(AZ)

20.02.2012

Tereos kauft Brennerei in Tschechien

Der französische Agrarkonzern Tereos expandiert in Tschechien. Jüngster Neuerwerb ist die Brennerei Moravský lihovar Kojetín in Mähren durch die Tochtergesellschaft Tereos TTD. Kojetín produziert reinen Alkohol für die Lebensmittel- und Kosmetikindustrie aus Melasse, einem Nebenprodukt bei der Zuckerherstellung. Das Unternehmen produziert im Jahr rund 20.000 Kubikmeter reinen Alkohol. Tereos TTD ist bereits mit Anlagen für Alkohol, Bioethanol an den Standorten Dobrovice und Chrudim vertreten. Im Jahr 2011 erzielte Tereos TTD einen Umsatz in Höhe von 175 Mio. €. In Tschechien liefern rund 450 Rübenbauern, die eine Fläche von 35.000 ha bewirtschaften, Zuckerrüben an Tereos TTD. Der Tereos-Konzern betreibt weltweit 37 Produktionsstätten mit 26.500 Mitarbeitern. Der Umsatz beträgt 4,4 Mrd. €, davon werden drei Viertel außerhalb Frankreichs erzielt.(AZ)


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